Bestimmt kennt jeder das Spiel Jenga, bei dem man einen Turm aus einzelnen Klötzen hat und diese nacheinander herauszieht, wieder oben auflegt und bei wem auch immer der Turm zusammenbricht, das Spiel verloren hat. Nun so ähnlich geht es auch bei der Technischen Mechanik zu. Darauf achten, dass das Gleichgewicht beibehalten wird und schauen, dass nichts zerbricht, ist auch die Devise, die ein Bauingenieur inne haben sollte.

Im Studium bedeutet das allerdings erstmal, sich intensiv mit Angriff und Auswirkung von Kräften an unterschiedlichen 2- und 3-dimensionalen Konstrukten auseinanderzusetzen. Wer sich also für Spannungen, Momente, Hebelärme und Gleichgewichte interessiert, ist hier genau richtig.

In den ersten zwei Semestern lernt man montagmorgens in der Vorlesung eine der Hauptsäulen des Ingenieurstudiums kennen. Auch wenn einem zu Beginn der Einstieg noch recht leicht erscheinen mag, geht es doch nach einigen Wochen schon sehr in die Tiefe. Am besten ist es also, nicht allzu lange die „Ersti-Wochen“ auszuleben. Nach etwa 6 Wochen erhält man die erste große Aufgabe, die „TM Hausübung“. Innerhalb von circa sechs bis acht Wochen müssen etwa 4 komplexe Aufgaben gelöst werden, die die Studieninhalte der ersten Wochen und Monate enthalten. Da werden die abendlichen Besuche am Main doch seltener und man muss sich etwas anstrengen, um die Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Allerdings unterstützen einen Tutoren und Professoren bei mehr als nur einem Korrekturversuch, um die Hausübung zu bestehen. Trotzdem gibt es ein Limit und wenn dieses überschritten wird, ist man nicht zur Klausur zugelassen. Jedoch ist das Ganze mit ein bisschen Fleiß auch sehr gut zu schaffen.