Um mit dem Baustoff Beton besser vertraut zu werden, haben wir im A2 in 2er Gruppen eine eigene Möbelkollektion aus Beton gießen dürfen.

Abgesehen von einer Gewichtsbegrenzung – das Möbel sollte zu zweit tragbar sein – durften wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. In den Baukokorrekturen mit Prof Zankl wurden unsere Entwürfe besonders in puncto Art und Dimensionierung der Schalung, Möglichkeit des Ausschalens und Gewicht des Gegenstandes diskutiert. Außerdem galt es zu klären, ob und wo Bewehrung – in Form von Hasendraht – notwendig war.  

Als nächstes mussten die Schalungen zusammengebaut werden. Das grobe Zusägen übernahm Carsten Schäfer schon für uns. Dann mussten wir Gärungen sägen und alles zusammenschrauben. Carsten war stets zum Helfen bereit, da insbesondere saubere Ecken zu bauen eine echte Herausforderung darstellte.

Am 22. Mai sind wir dann nach Kitzingen in das Betonwerk LZR gefahren, wo wir zunächst das Mischen unseres Betons mit all seinen Zuschlagstoffen begutachten konnten. Dann haben wir mit Eimern und Schaufeln den Beton aus Kuften in unsere Schalungen umgefüllt. Dabei musste man kontinuierlich mit einem Gummihammer gegen die Schalung klopfen, damit im Beton keine Luftblasen verblieben. Nur eine Schalung hielt dem Druck des Betons nicht stand, diese konnte allerdings nochmals repariert und an einem Ersatztermin – diesmal mit Erfolg – befüllt werden.

Am 12. Juni kam dann die Stunde der Wahrheit, als es an das Ausschalen ging. Hatten wir genug Bewehrung eingebaut, ausreichend geklopft und würde der Beton unsere bizarren Formen standhalten und nicht unter seinem Eigengewicht zusammenbrechen? Zum Glück haben alle Möbel das Ausschalen überstanden.

Abschließend wurden alle Möbel von Edi nochmals fotografiert. Die Resultate stellt Prof Zankl in einem Möbelkatalog zusammen.