– ein Gastbeitrag von Kristina Ignatovic und Jan  Bechtgold 

Wie auch das vorherige Semester, startete das Wintersemester 20/21 unter erschwerten Bedingungen. Um dennoch ein möglichst unbeschwertes Kennenlernen der Studienanfängerinnen und -anfänger in Zeiten sozialen Abstands zu fördern, hat Prof. Stefan Niese den Studierenden des ersten Semesters der Architektur eine besondere erste Aufgabe erteilt.

Jeder Mensch ist unvergleichlich, hat seinen individuellen Charakter und bereichert unseren Studiengang. Die Studierenden werden zur eigenen Maschine, die ihre Spuren hinterlassen. Wie soll das geschehen? Das gewählte Handwerk dafür ist so simpel wie herausfordernd.

Beginnend mit Skizzen portraitierten sich die Studierenden auf weißem Papier mit einem schwarzen Filzstift, jedoch ohne diesen beim Zeichnen abzusetzen. Diese Schwierigkeit zwingt die Studierenden ihr Abbild auf wenige aussagekräftige Charakteristika zu reduzieren. Da sich die Architektur jedoch mit Körper und Raum beschäftigt, sollte die aussagekräftigste Skizze in ein 3-dimensionales Modell aus Draht übersetzt werden. Die anfängliche Skizze gewinnt nun an Tiefe. Während der Präsentation der Arbeiten wurden neben äußerlichen Merkmalen nun unter anderem auch charakterliche Eigenschaften, Hobbys, Vorlieben und der Werdegang vorgestellt.

Nun besetzen und bereichern die Köpfe unserer Studierenden die Arbeitsräume, so wie zukünftig die Studierenden selbst. Wir hoffen, dass der gewohnte Alltag so bald wie möglich zurückkehrt und wünschen dem ersten Semester eine wundervolle Zeit an unserer Hochschule.

Header: Lilli Vogel