Moritz Hahn verbrachte das Wintersemester 2020/2021 in Madrid. In dieser Zeit sind folgende Arbeiten entstanden.

MALLEABLE SPACE

Das Projekt versteht Raum und strukturelle Elemente nicht als absolut, sondern transfor-mier- und formbar und bricht mit Konformitäten rund um die Beständigkeit der gebauten Umwelt. Das konstruierte Objekt dringt mit einer Absicht in den öffentlichen Raum ein: Es will Raum und seine Dimensionen taktil machen. Anstelle von Architektur tritt ein Gebäude wie ein Möbelstück. Form und Position folgt den Bedürfnissen und der Vorstellungskraft seiner Besucher. Lediglich auf den Prinzipien der Kinetik beruhend, fordert die Struktur von Hand manipuliert zu werden. Der Benutzer wird zum Entscheidungsträger, er wird pro-voziert mit dem Raum zu interagieren. Die Bedeutung architektonischer Elemente selbst steht zur Frage: Fassade ist Boden, Wand ist Treppe, Dach ist ein Blick in den Himmel.

MUNDO

Das Projekt entfaltet sich als Geschichte, als exemplarische Narrative über die menschliche Existenz in einer von Landwirtschaft geprägten Gemeinde in der spanischen Region Extre-madura. Dabei folgt die Erzählung vorhandenen Anekdoten, formuliert von der umgebenden Landschaft und Infrastruktur sowie von antizipierten technologischen und kulturellen Entwicklungen. Das Resultat ist eine architektonische Projektion, eine Abbildung einer in den Kinderschuhen steckenden neuen Gegenwart und zugleich naive Fiktion.