Leonie Friedrich und Melanie Wiecek

Bei dem Entwurf handelt es sich um Cluster-Wohnungen, in denen der individuelle, private Bereich des einzelnen Bewohners auf ein Minimum beschränkt wird. Das Gebäude bietet daher 14 Maisonette-Wohnungen, zwei barrierefreie Wohnungen und viel Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung. Daneben befindet sich ein weiteres, kleines Gebäude, welches als gemeinsame Werkstatt dient. Die Vorstellung unseres „Gemeinsamen Wohnens“ lebt von einladenden und gemeinschaftlichen Räumen im Innen- und Außenbereich. Die Gemeinschaftsbereiche sind so angeordnet, dass sie im Vordergrund stehen und begangen werden müssen, um zur privaten Wohnung zu gelangen. Auch sind 14 der 16 Wohnungen zum Innenhof angeordnet, um den Austausch der Bewohner über die Loggien oder Balkone zu stärken. Wenn der Bewohner sich dennoch zurückziehen möchte, wird ihm der Rückzug in seiner eigenen Wohnung ermöglicht.
Das gesamte Gebäude wird durch eine einzige Treppe erschlossen, somit zeichnet sich unser Grundriss-System durch seine effiziente Nutzung aus und erinnert dabei an Le Corbusiers System der Unité d’Habitation.

Miriam Schweizer und Stephanie Stelzl

Städtebauliche Setzung: Die Setzung der beiden Wohngebäude wurde so gewählt, dass unter Berücksichtigung der Nebengebäude ein geschützter Innenhof entsteht. Es wird von beiden Gebäuden aus eine Blickbeziehung zur Festung hergestellt. Bei den Wohngebäuden wird die Traufhöhe der umliegenden Gebäude übernommen. Das Gebäude in erster Reihe (Sanderstraße) ist fünf-, das Gebäude in zweiter Reihe (Reuerergasse) viergeschossig. Die obersten Stockwerke sind keine Vollgeschosse.
Erschließung: Die Erschließung der Gebäude erfolgt über den Innenhof. Durch die zum Innenhof gewandte Laubengangerschließung der Wohnungen, wird der Eingangsbereich zu einem Ort der Begegnung.
Grundrissgestaltung: Die Gebäude zeichnen sich durch eine flexible Grundrissgestaltung aus. Den Wohnungen können Räume zu- oder weggeschaltet werden, wodurch flexibel auf verändernde Wohnbedürfnisse reagiert werden kann. Im Fokus des Entwurfs steht gemeinschaftliches Wohnen. Sowohl im EG beider Gebäude befinden sich Gemeinschaftsbereiche (Tauschbibliothek, Teeküche), als auch im 5. OG des Gebäudes an der Sanderstraße (Dachterrasse). Die Wohnungen wurden (Ausnahme 3. OG Gebäude Reuerergasse) barrierefrei geplant. Im EG befinden sich zwei rollstuhlgerechte Wohnungen. Um eine ausreichende Belichtung der zum Hof orientierten Individualräume zu erreichen, wurden Luftlöcher im Bereich des Laubengangs geschaffen. Dies ermöglicht außerdem einen größeren Abstand zum Laubengang. Ein ausreichender Sichtschutz wird hier durch Begrünung erreicht.
Fassadengestaltung: Bei dem Gebäude in erster Reihe ist an der Ostseite eine Metallfassade mit Schiebe- und Drehsonnenschutz vorgesehen. Alle übrigen Fassaden weisen wie das Gebäude in zweiter Reihe eine Putzfassade auf. Deren Faltsonnenschutzelemente sind ebenfalls aus Metall.

Francesco von Rhein und Tobias Wagner

Entwurfskonzept:Unsere Hauptintention war das Schaffen verschiedener Wohntypologien, die allen Altersgruppen gerecht werden sollen. So deckt das Gebäude Wohnformen von Wohngemeinschaften als auch Einzelwohnungen und Familienwohnungen ab, die zum Teil auch barrierefrei sind. Im abgerundeten Teil des Gebäudes befinden sich zwei Büros, die durch ein gemeinsames Besprechungsgeschoss miteinander verbunden sind. Neben einer für die Büros zugänglichen Werkstatt bietet das weiträumige Untergeschoss weiteren Platz für einen Fitnessraum, zwei Waschküchen sowie wohnungszugehörige Lagerräume und 20 Stellplätze.
Äußere Gestaltung: Die Fassade lebt durch die bodentiefen Fenster, die alle Wohnräume großzügig ausleuchten. Sie werden zusätzlich durch einen weißen Putz eingerahmt. Bei unserem Gebäude handelt es sich um einen Schottenbau, bei dem durch das Verspringen der Fassade und Schrägstellung der Wände ein weitestgehend punktsymmetrischer Grundriss pro Wohnmodul entsteht. Dieses Modul reiht sich dreimal hintereinander auf, wächst nach Süden in der Länge und wird durch den halbrunden Bürokomplex abgeschlossen.
Erschließung: Die in der Dunkelzone sitzenden Treppenhäuser werden anhand von zum Innenhof führenden Durchstößen im Erdgeschoss erschlossen. Der dadurch entstehende überdachte Bereich bietet Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, zudem dient er als Einfahrt der Tiefgarage.

Sofie Widder und Huizhi Zhu

Das Konzept:Der Bauauftrag umfasst den Entwurf eines neuen Gebäudes zum gemeinschaftlichen Wohnen. Der Anspruch an das Konzept ist, ein Haus zu konzipieren, welches viele Menschen beherbergen kann, aber trotzdem eine hohe Wohnqualität bietet. Die Lösung ist das Reihenhaus mit verschiedene Wohneinheiten. Durch split-Level erstrecken sich die jeweiligen Wohnungen über zwei bis drei Ebenen.Dadurch Entsteht ein einzigartiges Raumgefühl. Im unteren Bereich eines Reihenhauses liegt eine große Wohnung. Im oberen Bereich sind zwei kleine Wohnungen geplant. Dieses Prinzip wiederholt sich im gesamten Gebäudekomplex. Nur das Eckhaus hat einen andern Grundriss. Trotz Minimierung der Wohnflächen, verleiht das besondere Raumkonzept den Flair eines Hauses. Die verschiedenen Ebenden schaffen neben den Rückzugsorte einen offenen Gemeinschaftsbereich für die Bewohner. jeder Wohneinheit steht ein gemeinschaftlich nutzbarer Aussenbereich zu. Die Erdgeschosswohnungen haben einen privaten Gartenbereich und einen direkten Zugang zum gemeinschaftliche Innenhof. Die Wohnungen im oberen Bereich der Reihenhäuser verfügen über zwei Loggien und einem Penthousebalkon.
Das Eckhaus: Das Eckhaus ist der Verbindungspunkt zwischen den beiden Reihenhaus-Komplex. Über vier Stockwerken bietet es eine große Fläche für neues Gewerbe in zentraler Lage, der Sanderstrasse. Um die privaten Reihenhäuser von dem öffentlichen Eckhaus abzugrenzen, ist die Fassade dementsprechend  gestaltet.
Der Innenhof: Die Form des Gebäudes bildet einen zum Süden orientierten Innenberecih für die Bewohner. Er ist nicht nur für die Bewohner der Erdgeschosswohnung, sonder für alle zugänglich und Nutzbar. Da er günstig zum Sonnenstand gerichtet ist, bietet er eine hohe Qualität im städtischem Wohnen.