Verdrahtet, Drahtköpfe

Sie sind ein neugieriger Studienanfänger oder eine neugierige Studienanfängerin und dürfen leider nur unter erschwerten Bedingungen den Start in ihr Architekturstudium wagen? Sie hätten gerne mehr Nähe zu Ihren Kommilitonen und mehr Distanz zu ihrem Heim? Die derzeitige Situation lässt dies leider nicht zu. Dagegen soll die erste Übung ein Zeichen setzten. Jeder von Ihnen wird für den Zeitraum des kommenden Wintersemesters sein eigenes Konterfei aus Draht in unseren Räumen hinterlassen und somit, zumindest ideell, die Hochschule voll und ganz besetzten. Jeder Mensch ist unvergleichlich, hat seinen individuellen Charakter und bereichert unseren Studiengang.

Komposition: Teilen, Schichten, Arrangieren, Präsentieren

Eine zweidimensional gedachte Komposition verwandelt sich in ein dreidimensionales räumliches Relief mit entsprechender Tiefenwirkung. Dabei spielen Licht, Material und Farbe sowie das Spiel kontrastierender oder aufeinander abgestimmter Geometrien eine wichtige Rolle. Das Relief entsteht in einem weißen Rahmen als „Setzkasten“ und wird wie ein dimensionales Bild im Hochkant-Format präsentiert. Achten Sie auf Haupt- und Nebenschwerpunkt. Überlegen Sie sich ein Farbkonzept, dass Ihre Komposition unterstreicht, überlagert, oder zum Schwingen bringt.

Struktur: Bewegung, Störung, Dynamik

Aus einzelnen Elementen, entwickeln sich skulpturale Strukturen. Sie bilden objekthafte Topographien, die an bewegte Landschaften erinnern. Recherchieren Sie nach geeigneten Strukturen zum Thema Bewegung und Störung. Suchen Sie nach seriellen Objekten, die Sie als Module verwenden möchten, und arrangieren Sie diese zu einer dynamischen Komposition. Arbeiten Sie dabei Schwerpunkte heraus die sowohl durch Verdichtung der Elemente als auch durch die Verdichtung der Zwischenräume entstehen können. Integrieren Sie in die Komposition störende Elemente auf die ihre Module dynamisch reagiere.