Jeder Architekturstudent freut sich auf die Sommersemester an der FHWS. Und es liegt nicht nur am sommerlichen Würzburg mit seinen tiefroten Sonnenuntergängen, auch nicht an den zahlreichen lauen Sommernächten, in denen man draußen gemeinsam an Projekten arbeiten kann – es sind vielmehr die großen Sommerexkursionen, die uns das Studium versüßen.

Im zweiten Semester findet die Sommerexkursion im Rahmen der Freihandzeichenexkursion statt. Hier lernt man Land und Leute durch den Stift kennen. Rund eine Woche zeichnet man mehrere Motive täglich, versteht eine Stadt somit deutlich besser und hat sogar schöne Erinnerungsbilder im Gepäck.

Ich packe meinen Koffer – doch wohin soll es überhaupt gehen? Diese Frage stellen sich die Studierenden ab dem vierten Semester. Denn hier entscheidet man selbst wohin es gehen soll – was sich jedoch durch die angebotenen Ziele als nicht gerade leicht herausstellt. Aber jeder findet seinen Platz und kann so dem Studienalltag eine Woche entfliehen.

Bergtour

Dabei sind die Exkursionsziele, die von den Profs teilweise ein Semester im Voraus geplant werden, so mannigfaltig, dass jährlich ein großer Andrang bei den einzelnen Reisen besteht. Ziel der Fahrten ist es, dabei nicht nur nah und fern zu bereisen und sich die dortige Architektur anzusehen, es soll vielmehr ein aktiver Austausch von Studenten unterschiedlichster Semester, den Professoren und den Einheimischen sein. Jede Reise hat seine eigenen Schwerpunkte, wie beispielsweise die alpine Architektur in Österreich, die brutalistischen Bauten in Osteuropa oder die Stadtentwicklung in Italien. Egal ob mit dem Rad’l am Fluss entlang, zu Fuß durch eine Stadt oder anspruchsvoller zu Fuß auf einen Gipfel – gereist werden kann nur, wenn man sich bewegt, sich aktiv mit dem Gesehenen auseinandersetzt und es somit Bestandteil der gesammelten Erfahrung bleibt.

Friaul bei Sonnenuntergang

Hervorheben möchte ich, dass die Sommerexkursionen einen absoluten Mehrwert für uns Studenten bieten. Kleinere Tagesexkursionen werden oft angeboten, aber es ist nicht selbstverständlich, dass diese großen Reisen elementarer Bestandteil des Studiums sind. Die gemeinsamen Erlebnisse, die tiefgründigen Gespräche mit Kommilitoninnen/-en untereinander, die Gespräche mit den Professoren und die Weiterbildung durch Land und Leute bleiben jedem Studenten im Gedächtnis. An dieser Stelle ein großes Danke an alle Mitwirkenden.

Fassade der Nationalbibliothek in Riga

Dieses Semester ging es für uns beispielsweise in die Städte des Baltikums, nach Sizilien, Friaul und in die Berge Österreichs. Das zweite Semester hat mit Zeichenstuhl und Stift Bologna unsicher gemacht. Einen ausführlichen Reisebericht der diesjährigen Freihandzeichenexkursion findest du im Blog-Beitrag Die große Zeichenexkursion nach Bologna