Da im Modulfach „Baukonstruktion II“ der Baustoff Beton behandelt wird, unternahmen das A2 Ende April eine Exkursion nach München, um den dort in Museen verbauten Beton unter die Lupe zu nehmen.

Nach 4 ½ Stunden Busfahrt waren alle ausgeschlafen und motiviert die Maxvorstadt unsicher zu machen, denn dort war unser erster Stopp. Zuerst schritten wir die große Treppe hinab zum Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst, wo uns die Direktorin des Museums den Neubau von 2013 präsentierte. Um das Hinabsteigen in „die Unterwelt“, welche in der Alt-Ägyptischen Kultur eine große Rolle spielte, zu simulieren, schreitet der Besucher zunächst eine flache Treppe in die Ausstellungsräume hinab. Dort gelangt man in einen großzügigen Raum, der durch einen Lichthof beleuchtet wird. Jeder Ausstellungsraum behandelt ein eigenes Thema. Durch Lücken zwischen den Wänden werden dem Besucher Durchblicke gewährt und die Möglichkeit, den Rundgang abzukürzen. Durch eine geschickte Lichtführung wirkt den Räumen etwas beinah Sakrales bei.

Als sich bei allen der Hunger bemerkbar machte, gingen wir in die nah gelegene Cafeteria der TU, welche ebenfalls gewandelt in Sichtbeton ist. Im Gegensatz zu dem sehr glatt und fein gearbeiteten Museumsbau wirkte diese allerdings sehr derb und grob.

Im NS-Dokumentationszentrum

Ohne lange Pause ging es weiter zum NS-Dokumentationszentrum. Das Museum wurde 2015 an der Stelle des ehemaligen Braunen Hauses eröffnet und behandelt den Aufstieg und Niedergang des NS-Regimes, besonders mit Bezug auf ihr Wirken in München. Der würfelförmige Bau aus weiß gefärbtem Sichtbeton bekommt durch die Reihung vieler schlanker Fenster eine bestechende Eleganz. Die Fenster stellen eine Sichtbeziehung zwischen dem Gebäude und seiner historischen Umgebung her.

Vor der Pinakothek der Moderne

Danach erhaschten wir noch einen kurzen Blick auf die Pinakothek der Moderne, an der besonders die schier unendlich hohen Stützen aus Schleuderbeton vor dem Eingang ins Auge fielen. Wir verweilten kurz unter der Lichtkuppel der Rotunde und zogen dann auch schon weiter zum Museum Brandhorst. Im starken Kontrast zu der grau-weißen Farbpalette der vorher besichtigten Gebäude lud uns dieses mit seiner auffällig bunten Fassade aus Keramik-Stäben ein.

Die BMW-Welt

Unser Gebäude-Speed-Dating endete mit der BMW Welt. Die ungewöhnliche Geometrie des Auto-Tempels von Coop-Himmelb(l)au faszinierte manch einen von uns sicherlich mehr als die dort ausgestellten Fahrzeuge. Mit einem letzten Blick auf den denkmalgeschützten BMW-Vierzylinder stiegen wir wieder in den Bus, um nach einem ereignisreichen und anstrengenden Tag den Heimweg anzutreten.