Heute möchten wir euch mal wieder ein neues Wahlpflichtfach vorstellen, nämlich das FWPM Architekturfotografie, das
in diesem Sommersemester von Herrn Mayer betreut wurde.

Der kleine Kurs, der aus nur zehn Studierenden aus dem 4.-8. Semester bestand, war von Beginn an sehr familiär. In nahezu wöchentlichen Zoom-Meetings wurden die Grundlagen der Fotografie durch Herrn Mayer erörtert. Dabei haben wir gelernt welche unterschiedlichen Kameraausrüstungen es gibt und wie wir die Einstellungen von Blende, ISO-Wert und Verschlusszeit, bezogen auf unser Motiv, am besten einstellen. Auch technische Aspekte wie der Crop-Faktor oder die Sensorgrößen wurden besprochen, bis hin zum etwas kreativeren Thema, den Kompositionsregeln in der Architekturfotografie. Neben den Vorlesungen durften wir Studierenden das Gelernte auch regelmäßig in Form von kleinen Hausaufgaben aktiv umsetzen. Im Besitz einer Kamera zu sein, war hierfür natürlich Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs. Alternativ hatte man aber auch die Möglichkeit, eine Kamera beim Hochschulmedienzentrum zu leihen, falls der Geldbeutel nicht das nötige Kleingeld für eine Anschaffung hergab.

Der Höhepunkt des Kurses bildete eine gemeinsame Fotografie-Exkursion durch Würzburg – in Zeiten von Corona war das wirklich schon ein Highlight! Dabei hatten wir das Ziel die blaue Stunde am Abend sowie am Morgen in den Bildern einzufangen. Während der blauen Stunde, also kurz nach Sonnenuntergang, bei Beginn der Dämmerung, verfärbt sich der Himmel in ein spezielles Blau und schafft so eine ganz besondere Atmosphäre. Wir trafen uns also nachmittags am Hubland und fotografierten bei heißer Mittagssonne unsere erste Station: den Neubau der Fakultäten Gestaltung und Informatik der FHWS. Dabei fragten wir uns, warum wir Architekturstudenten eigentlich nicht in einem so schicken Gebäude untergebracht sind?! Gegen Nachmittag zogen wir weiter in Richtung ehemaliges Landesgartenschaugelände und nahmen das Studentenwohnheim Hubland NORD und die Trinitatiskapelle als Motive mit. Die blaue Stunde verbrachten wir dann am Gründerlabor am Hublandplatz und waren beeindruckt welchen Unterschied das Licht tatsächlich in den Bildern ausmacht. Auch das Fotografieren bei Nacht war für viele eine ganz neue Erfahrung und hat uns viel Spaß gebracht, zum Beispiel mit dem Licht vorbeifahrender Autos zu experimentieren. Gegen 23 Uhr abends, nach knapp 8 Stunden Fotografieren und Motive Abklappern, waren wir dann doch ziemlich K.O. und freuten uns alle auf unseren wohlverdienten Schlaf – der leider nicht sehr lange ausfiel, denn am nächsten Morgen um 4 Uhr ging es schon wieder weiter. Diesmal sollte uns der Kulturspeicher als Motiv dienen. Ziemlich verschlafen machten wir nochmals einige Aufnahmen der blauen Stunde am Morgen.

Auch wenn diese zwei Tage anstrengender waren als gedacht, hat man aber doch einige Dinge aus den Vorlesungen nochmals aktiv anwenden können und den Spaß am Fotografieren entdeckt. Ich werde in zukünftigen Urlauben doch öfter mal die Kamera einpacken und nicht nur mit dem Smartphone fotografieren.

Jeder Studierende hat nun noch die Aufgabe erhalten, eine kleine Bilderserie zu einem bestimmten Thema aus seinen Fotografien zu erstellen. Diese werden dann in einem kleinen Büchlein zusammengetragen. Schaut doch selbst mal in den nachfolgenden Bildern, was bei unseren Fotografie-Ausflügen so entstanden ist!