„Wie genau entsteht eigentlich ein Ziegel?“ Dieser und weiteren Fragen durften wir Studenten des zweiten Semesters in einer Führung durch das fränkische Ziegelwerk Englert auf den Grund gehen.

Schon seit vielen Generationen stellt das Familienunternehmen Ziegelsteine aller Art für die Region her. Das Sortiment reicht von dem ganz einfachen Mauerwerksstein bis hin zum hochentwickelten Ziegel, der extrem wärmebeständig ist. 

In einer Halbtagesführung durch die komplette Anlage, vorbei an endlosen Paletten mit Ziegelsteinen, zeigten uns Mitarbeiter die verschiedenen Produktionsschritte:

  • Zunächst schaufelt ein Bagger verschiedene Sande und Tone in eine große Walze, die alles durchmischt und mit Wasser vermengt.
  • Dann gelangen die entstandenen Klumpen über meterlange Förderbänder zu einer Presse, die die losen Klumpen in eine feste Form bringt.
  • Aus der Presse kommt eine „Tonschlange“, die noch zu einzelnen Steinen zugeschnitten werden muss.
  • Diese werden nebeneinander aufgereiht und schlussendlich im Hochofen bei etwa 1000°C gebrannt. 

Das alte Prinzip der Herstellung eines Ziegels hat sich also kaum verändert, jedoch gibt es viel mehr Zusatzstoffe, andere Sande und Tone, die dem Ziegelstein seine gewünschte Eigenschaft und Farbe verleihen. Was früher noch von Hand gearbeitet werden musste, wird heute von riesigen Maschinen übernommen. 

Bei unserer Führung wurde uns jedoch nicht nur die Produktionsstätte gezeigt. Auf einem angrenzenden Grundstück betreibt die Firma Englert ein Fertigteilwerk. Fleißige Handwerker bauen in kurzer Zeit komplette Wandabschnitte, die dann nur noch per Lastwagen abgeholt und vor Ort montiert werden müssen. So kann man sich das Mauern auf der Baustelle sparen und gewinnt viel Zeit. Nachdem die Führung beendet war durften wir noch einem Vortrag lauschen und uns mit ein paar Semmeln stärken. Für uns Studenten war es ein sehr schöner und interessanter Tag mit neuen Einblicken hinter die Kulissen