Im Rahmen des Modulfachs Gebäudetechnik I unternahmen wir Ende Oktober 2019 eine Exkursion zum Hubland, wo sich seit 2016 auf dem Gelände der ehemaligen Leighton Barracks ein neuer Stadtteil entwickelt.

Viel zu früh für uns Studenten – genauer gesagt um 8:30 Uhr – wurden wir in der Alten Fernstraße von Herrn Köberlein-Kerler erwartet. Der akademischen Viertelstunde Verspätung und der schlechten Busanbindung verschuldet, kamen die meisten allerdings ein paar Minuten zu spät. Nach einer kurzen Ansprache auf der Straße betraten wir die Rohbauten.

Wir besichtigten zwei viergeschossige Wohngebäude für je acht Familien, welche beide aus Holz-Fertigteilen innerhalb kurzer Zeit errichtet wurden. Lediglich die Erschließung ist aus Brandschutzgründen aus Beton gefertigt. Ansonsten ist die helle Holzoptik in den Wohnungen dominierend. Neben dem Holz war noch das Glas ein wichtiger Baustoff. Durch fast bodentiefe Fenster sind die Wohnungen allesamt sehr hell (wenn es nicht gerade wie an jenem Morgen noch etwas grau in Würzburg ist). Die Wohnungen wurden in Absprache mit den Käufern geplant, sodass die Raumgrößen den individuellen Wünschen angepasst werden konnten.

Wie auch in den gegenüberliegenden Wohngebäuden, die die Stadt 2016 errichten ließ, liegt im Keller eine große Tiefgarage, sodass die schmale Straße nicht als Autostellplatz herhalten muss. Herr Köberlein-Kerler erklärte uns, was es für technische Besonderheiten am Holzbau zu beachten gibt, um beispielsweise die U-Werte einzuhalten oder den sommerlichen Wärmeschutz, insbesondere wegen der großflächigen Verglasung, zu gewähren.

Ein Augenmerk der Exkursion wurde besonders darauf gelegt, was es bei der Verlegung von Strom- und Wasserleitungen zu beachten gibt. Diese konnten wir im Rohbau sehr gut verfolgen.

Herr Benkert, der das Modulfach unterrichtet, förderte mit seinen Fragen an Herrn Köberlein-Kerler unser kritisches Denken, was man an dem Bau noch hätte besser planen können. Uns Studenten fiel insbesondere auf, dass die großen Fenster zwar viel Helligkeit, aber wenig Privatsphäre zwischen den Wohngebäuden mit relativ geringen Abstandsflächen boten. Außerdem, dass die Busverbindung in Zukunft noch ausgebaut werden sollte, um den aufblühenden Stadtteil nicht nur vom Auto abhängig zu machen.

Um 11:45 Uhr ging es zurück an die FH, weiter zur nächsten Vorlesung. Etwas wacher kamen hier die meisten sogar pünktlich.